26. August 2007

SEO ja - SMO ja - SPAM nein

Um dem eigenen Blog ein wenig Schub zu geben, macht es durchaus Sinn, die verschiedenen Möglichkeiten, die SEO (Search Engine Optimization) und SMO (Social Media Optimization) bieten, zu nutzen. Schliesslich sind das die direktesten Wege, neue Leser für die eigenen Werke zu gewinnen.

Problematisch wird das Ganze dann, wenn man mit der Optimierung über das Ziel hinausschießt und beginnt, die potentiellen neuen Leser zu belästigen und versucht, die Besucher mit »sanfter Gewalt« zum Lesen der eigenen Beiträge zu bringen. Niemand wird gerne bevormundet und niemand lässt sich gern vorschreiben, welche Blogs er zu lesen hat, und welche nicht.

Die meisten unter Euch werden selbstverständlich nicht zum Spammer werden wollen - leider sind die Grenzen zwischen SPAM uns SEO / SMO aber fliessend und nicht immer genau zu erkennen. In vielen Fällen ist es auch so, dass die Verlockung einfach zu groß wird, da man für eine gemäßigte Optimierung natürlich auf das kurzfristig mögliche Besuchermaximum verzichtet und die Optimierung sehr langfristig anlegen muss. Es sind also Disziplin und Ausdauer gefragt, die durchaus zwischenzeitlich auf eine harte Probe gestellt werden, wenn mal wieder kein Ergebnis offensichtlich ist.

Was aber tun, wenn man unter die SEOlogen gehen will - und vor allem: was nicht?

Sicherlich sinnvoll ist es, das eigene Blog dahingehend zu optimieren, dass es für Bots leicht zu indexieren ist - vor allem, wenn es auch dem Leser zugute kommt. Dabei macht kann man nicht wirklich viel Falsch machen und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Kommentare

Schwieriger wird es, wenn sich die SEO-Bemühungen auf den Off-Page-Bereich konzentrieren. Natürlich möchte man zu Optimierungszwecken die Zahl der Backlinks zu den eigenen Werken erhöhen. Hier bietet es sich an, Links von anderen Blogs zu sammeln. Am einfachsten erreicht man das natürlich durch das Kommentieren anderer Beiträge.
Sollte man jetzt also einfach losziehen und wie ein Wilder jeden Blogbeitrag kommentieren und Links zu den eigenen Beiträgen setzen? Die Antwort lautet natürlich: auf gar keinen Fall!
Mit dieser Vorgehensweise erreicht man nämlich überhaupt nichts - außer, dass man dem Betreiber des anderen Blogs ziemlich auf die Nerven geht.
Vor dem Kommentieren anderer Beiträge sollte man sich also immer erstmal gründlich überlegen, ob man konstruktiv zur Diskussion beitragen kann. Ist dem nicht so, hält man es besser mit Dieter Nuhr1.

Trackbacks / Pingbacks

Ähnlich verhält es sich mit Trackbacks. Einige Blogger versenden massenweise Trackbacks, um ihren neuesten Artikel zu Promoten und ignorieren dabei völlig den eigentlichen Verwendungszweck.
Trackbacks dienen dazu, einen Bezug zwischen zwei Artikeln herzustellen, die sich thematisch ergänzen und bei denen derjenige Artikel, von dem der Trackback ausgeht, Bezug auf den Artikel nimmt, der »getrackbacked« wird.
Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass es allgemein als unhöflich empfunden wird, einen Trackback auf einen Artikel zu setzen, den man selber im eigenen Beitrag nicht verlinkt. Wenn man schon »auf einen Fremdbeitrag Bezug nimmt«, dann sollte man das dem Leser logischerweise auch mitteilen. Alles Andere ist Selbstbedienung und ziemlich unhöflich.
Was also tun? Die meisten aktuellen Blogsysteme2 unterstützen den automatisierten Versand von Trackbacks, sogenannte Pingbacks. Wordpress beispielsweise lässt sich so einstellen, dass bei der Veröffentlichung eines Artikels versucht wird, die im Artikel verlinkten Beiträge durch einen Ping zu benachrichtigen. Schaltet man diese Funktion ein, braucht man sich um das Eingabefeld für die Trackbackadressen nicht weiter kümmern - Wordpress verschickt die Pings automatisch und zwar nur an Beiträge, die man selbst auch verlinkt hat. Auf diese Weise gerät man nicht in Versuchung, es mit den Pings zu übertreiben3.

Emails

Schonmal eine Email mit einem Hinweis auf einen neuen Blogbeitrag erhalten? Oder eine Mail, in der Euch jemand um einen Link anbettelt? Ich schon. Fürchterlich. Das nervt. Das will keiner sehen. Also: gleich vergessen, diese Idee4.

Und was ist mit der Social-Media-Optimization?

Bei der SMO ist es ähnlich. Fast alles ist okay, solange man der Community nicht auf die Nerven geht. Klingt simpel - scheint es aber in der Realität nicht zu sein.
Im wirklich wahren Leben wird so ziemlich jeder Mist bei den diversen Social-News-Communities abgekippt, der einem unter die Finger kommt.
Der erste Tipp sollte also sein: sucht Euch die passende Social-News-Community aus. Das macht einfach viel mehr Sinn - und Euch viel weniger Arbeit. Versprochen.

Plugin verwenden - ja oder nein?

Für mich heißt hier die Antwort: Nein. Die Möglichkeiten, vorab den zu veröffentlichen Text zu bearbeiten fehlen und warum sich doppelte Arbeit machen, wenn man’s auf Anhieb richtig machen kann?

Titel optimieren

Trifft der Beitragstitel den Inhalt? Ist die Ausdrucksweise angemessen? Nicht? Dann wird geändert.

Texte optimieren

Die meisten User verwenden beim Einstellen von Artikeln in die Warteschlange einer Social-News-Community nichtssagende Texte oder einfach die ersten X Zeichen ihres Artikels. Das macht aus zweierlei Gründen relativ wenig Sinn.
Der erste Grund liegt zumeist im Inhalt des ersten Absatzes eines Beitrags. Blogger schreiben ihre Artikel zumeist deutlich anders, als klassische Medien das tun. In den klassischen Medien findet man am Anfang des Textes häufig eine kurze Zusammenfassung des Artikels, während viele Blogger direkt ins Thema einsteigen.
Der direkte Einstieg in ein Thema ist aber für die Kurzversionen der Beiträge oft ungeeignet, da der User nicht ausreichend über das informiert wird, was ihn erwartet. Natürlich wird der Eine oder Andere aus Neugier klicken - viele haben aber nicht die Zeit und die Lust, nachzusehen, was sich hinter jeder einzelnen Nachricht verbirgt. Daher: Text ordentlich und knackig zusammenfassen.

Der zweite Grund, die Beschreibung eines Artikels umzuformatieren, ist die Tatsache, dass man vermeiden möchte, dass der eigene Beitrag von den Suchmaschinen für ein Duplikat des Artikels auf dem Social-News-Portal gehalten wird.
Im Normalfall liegt ja zwischen der Veröffentlichung des Artikels auf dem eigenen Blog und der Veröffentlichung des Beitrags auf dem Social-News-Portal nur eine geringe Zeitspanne. Da das Portal im Vergleich zum eigenen Blog wesentlich häufiger von den Bots der Suchmaschinen gecrawlt (durchsucht) wird, wird der Beitrag dort mit hoher Wahrscheinlichkeit zuerst endeckt. Das kann unter Umständen5 dazu führen, dass Euer Beitrag sich in den SERPs6 hinter dem Artikel des Portals wiederfinden.

Stil oder Stillos?

Was als guter Stil angesehen wird und wie die eigenen Beiträge am besten aufgenommen wird, hängt wohl sehr stark von der Community ab. Die einen lesen lieber Nachrichten mit reißerischen Überschriften und einem Cliffhanger am Ende der Zusammenfassung - anderen7 geht das mächtig auf die Nerven. Hier hilft nur eins: die anderen Nachrichten beobachten und ausprobieren.

Was veröffentlichen?

Stellen sich schlussendlich noch die Fragen: Welche Beiträge soll ich veröffentlichen? Soll ich einfach alle Beiträge einstellen, oder lieber nicht?
Auch hier scheiden sich die Geister. Die einen meinen, dass auch hier das Motto »Viel hilft viel« gilt, die anderen8 halten es mit »Mit Maß macht viel mehr Spaß«.
Fragt Euch vor dem Veröffentlichen eines Beitrages auf dem Community-Portal Eurer Wahl einfach, ob die Nachricht, die Ihr einzustellen beabsichtigt, für die Community relevant / interessant ist - lautet Eure Antwort »Nein« wird die Nachricht einfach mal nicht veröffentlicht.
Bei der Beantwortung der Frage nach der Relevanz ist es natürlich sehr nützlich, wenn Ihr ehrlich zu Euch selbst seid. Nur weil Ihr es für spannend haltet, dass Ihr es beim Zubereiten Eurer letzten Mahlzeit geschafft habt, alles anbrennen zu lassen, muss das für den Rest der Welt nicht zwangsläufig genauso spannend sein.

Und sonst?

Sehr nützlich ist es übrigens immer, sich auch über das Einstellen eigener Beiträge hinaus am Community-Leben zu beteiligen. Hin und wieder mal eine spannende Nachricht, die Euch beim surfen über den Weg gelaufen ist, einzustellen, ist mit Sicherheit nicht zu viel verlangt. Auch die Teilnahme an Diskussionen zu aktuellen Themen sind immer gern gesehen und verschaffen Euch eine gewisse Akzeptanz in der Community - was schließlich auch Euren Beiträgen zugute kommt.

In aller Kürze

In der Zusammenfassung heißt das also: Viel hilft nicht immer viel, sondern ist in den meisten Fällen einfach zu viel des Guten. Wenn man sich an die meisten einfachen Regeln des freundlichen Umgangs miteinander hält, ist man schon auf der sicheren Seite. Fair geht auch bei der SEO / SMO vor.



  1. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten []
  2. Wahrscheinlich sogar alle - ich habe aber selber noch nicht alle ausprobiert, daher »die meisten Blogsysteme«. []
  3. Dieser Beitrag setzt beispielsweise bei der Veröffentlichung beim Software-Guide. Da gibt’s nämlich eine sehr anschauliche Erklärung, was ein Trackback ist. Und weil es die Erklärung gibt, brauche ich hier nicht zu erklären. Super. []
  4. Das nervt genauso, wie diese schrecklichen Büro-Humor-Verteiler… Ich will keine PowerPoint-Präsentationen geschickt bekommen. Und auch keine komischen Bilder. Bäh! []
  5. Wenn Euer Blog noch ziemlich jung oder einfach bisher noch ziemlich unbekannt ist []
  6. Search Engine Result Pages, das sind die Seiten mit den Suchergebnissen []
  7. Mir, zum Beispiel. []
  8. Ich, zum Beispiel []

10. August 2007

Der Content vs. Die Form

Mir fällt in letzter Zeit häufig mal wieder auf, dass es diverse Blogs gibt, die hervorragende Inhalte in - sagen wir - herausfordernder Verpackung präsentieren. Stellenweise geht das so weit, dass das Lesen nahezu unmöglich wird, was bei der hohen inhaltlichen Qualität umso trauriger ist.

Beispiel?

Unterneuntupfing Aktuell ScreenshotIch möchte das Ganze mal an einem Beispiel verdeutlichen. Einer meiner aktuell liebsten Blogs ist Unterneuntupfing Aktuell, kurz U9TA. Gleichzeitig ist U9TA zu lesen eine der größten Herausforderungen, der man sich überhaupt stellen kann. Und damit meine ich jetzt nicht, dass man ein ziemlich dickes Fell braucht, um sich von der überaus bissigen und teilweise haarsträubenden Satire, die U9TA im Sortiment hat, für den Rest des Tages außer Gefecht setzen zu lassen1 - nein, die größere Herausforderung bietet meiner Meinung nach die äußere Form des Blogs.


Unterneuntupfing Aktuell drängt sich für diese Betrachtung also förmlich auf: die Inhalte sind hervorragend, die Präsentation ist ein Schlag ins Gesicht des Lesers und bei U9TA ist man grundsätzlich hart im Nehmen. Ich muss mir also keine Sorgen machen, dass mir da jemand die Kritik übel nähme2.

Endlich zur Sache!

Wie sicher unschwer zu erkennen, habe ich mal einen Screenshot von U9TA angefertigt3, anhand dessen der geneigte Leser sich einen schnellen Überblick über die Situation auf U9TA verschaffen kann, ohne z-blogger verlassen zu müssen4. Wenn Ihr Euch jetzt also kurz den Screenshot anschauen wollt, dann können wir direkt loslegen. Und immer dran denken: nur anschauen - nicht lesen. Das kommt später.

Mach endlich! Du kommst nicht zum Punkt!

Zurück? Gut. Dann fangen wir am besten oben an. Mit dem Kopf des Blogs. Mit dem ist so ziemlich alles okay, nur die Untertitel könnten für meinen Geschmack ein wenig mehr Kontrast vertragen.
Die linke Sidebar könnte etwas größere Zeilenabstände vertragen und die Hintergründe der einzelnen Block-Titel könnten etwas mehr Kontrast zum Seitenhintergrund gebrauchen. Bei einem dunkleren Farbton hätte das Auge durchaus eine etwas bessere Orientierung, was man ja am Support-Block auch sehr deutlich erkennen kann.


Machen wir weiter mit dem mittleren Teil, der Heimat der unglaublichen Artikel. Hier schwankt die Qualität der optischen Präsentation sehr. Ein Beispiel der Kategorie »schon besser« finden wir im aktuell frischesten Beitrag. Hier gibt es nämlich Zwischenüberschriften, an denen man sich ganz ordentlich orientieren kann. Das macht die Aufnahme der geistigen Nahrung deutlich leichter5. Leider ist das bisher noch nicht bei allen Artikeln der Fall und so muss man häufig noch versuchen, sich von Leerzeile zu Leerzeile zu hangeln.


Gut gelöst sind meiner unbedeutenden Meinung nach übrigens die häufig zum Einsatz kommenden, gut strukturierten Listen. Die Listenpunkte in orange machen sich gut und passen gut.


Apropos »passen«. Nicht zu passen scheint mir der Innenabstand zur rechten Sidebar. Teilweise stößt da der Text des Content-Bereichs direkt an den Text der rechten Sidebar. Regelmäßig läuft mein Auge da in eine Sackgasse und wundert sich, warum der Text nahtlos in einen Kommentar eines Lesers übergeht.


Und damit wären wir auch schon beim letzten zu betrachtenden Teil der U9TA-Gestaltung6: der rechten Sidebar. Die tut eigentlich nichts böses - außer dem Unterschlagen von Umlauten und dem Bedrängen von satirischen Texten vielleicht. Und da ich nicht glaube, dass es sich dabei um ein absichtliches und boshaftes Fehlverhalten der Sidebar handelt, reite ich da auch nicht weiter drauf rum.

Hat mal jemand ein Fazit?

Ich hoffe, es ist deutlich geworden, dass man schon durch kleinere Änderungen und Verbesserungen im Seitenlayout dem Leser die Aufnahme der Artikel wesentlich erleichtern kann, was durchaus dazu geeignet ist, den Erfolg eines Blogs zu erhöhen. Besucher, die hervorragende Inhalte gut verdaulich präsentiert bekommen, werden mit Sicherheit schneller zu Stammlesern, als Besucher die mit der Form kämpfen müssen, um die Inhalte zu geniessen.


P.S.: Beim Schreiben dieser Zeilen beschlich mich zwischenzeitlich der Verdacht, dass U9TA möglicherweise doch nicht das optimale Beispiel für diesen Artikel ist. Die Form(losigkeit) könnte nämlich gerade hier auch Stilmittel sein. Wirklich gute Satire erzeugt nämlich üblicherweise auch einen gewissen Schmerz beim Leser und vielleicht soll gerade dieser Schmerz durch die äußere Form unterstrichen werden. Möglich wär’s…



  1. Obwohl man das natürlich auch braucht - nur kommt es mir im Moment darauf nicht an… []
  2. Oder etwa doch? Herr Schafredaktor? []
  3. Da ja nicht auszuschliessen ist, dass sich jemand meiner Kritik annimmt und evtl. Änderungen vornimmt. Ja. Manchmal bin ich halt ein unverbesserlicher Träumer ;-) []
  4. Das könnt Ihr später tun. Wenn Ihr mir jetzt verschwindet, kommt Ihr nicht mehr zurück, weil Ihr an den U9TA-Artikeln hängenbleibt wie Fliegen am Stoßfänger eines Porsche… []
  5. Wer nimmt schon seine Mahlzeiten mit nur einem einzigen Bissen zu sich, wenn man nicht gerade Supermodel ist? []
  6. Am Footer habe ich nämlich nichts zu mäkeln… []

09. August 2007

Full Feeds? Short Feeds? Beides!

Nachdem in den letzten Tagen die Blogosphäre mal wieder darüber diskutiert, ob man seine Blogbeiträge denn nun in gekürzter Form als Short-Feed oder doch lieber vollständig als Full-Feed anbieten sollte, habe ich mir natürlich auch so meine Gedanken um das Thema gemacht.

Full oder Short? Jeder darf mal…

Die Argumente für und wider sind natürlich so vielfältig, wie es Blogger gibt, die sich zum Thema äußern. Der Eine ist von den Short-Feeds so genervt, dass er alle Short-Feeds aus dem Reader schmeisst, der Andere plädiert dafür die Artikel der visuellen Ästhetik wegen direkt im Blog zu lesen1.

Die Übersicht über (fast) alle Vor- und Nachteile der beiden Feed-Varianten behält Robert und kommt zu dem Schluss, das im Endeffekt jeder Blogger anhand der Gewohnheiten und Vorlieben seiner Leser selbst entscheiden muss, welche Version er anbietet.

Wenn jeder mal darf, dann darf ich auch…

Ich für meinen Teil sehe ein, dass jeder Blogleser so seine Vorlieben hat. Und ich sehe auch ein, dass Short-Feeds und Full-Feeds jeweils viele Vorteile für bestimmte Lesergruppen haben. Was ich nicht einsehe ist, dass ich mich hier für die eine oder andere Lesergruppe entscheiden soll. Und deshalb mache ich das auch nicht…
Kompletten Beitrag lesen …



  1. Um das hier nicht untergehen zu lassen: Der Beitragstitel »Vollfeeds sind Fastfood« ist wirklich hervorragend. Ich bin echt begeistert! []

08. August 2007

Kritikfähig? Ich? Gerne!

So schnell geht das…

Na das ist schön, das freut das Bloggerherz. Der Robert hat mich entdeckt1 und war auch gleich so freundlich, ein Review zu veröffentlichen. In seinem Review führt Robert einige Punkte an, die an z-blogger.de noch zu verbessern sind waren.

»Waren« deshalb, weil ich seine Anregungen bereits umgesetzt habe - er hatte nämlich schlicht und ergreifend Recht damit. So sind jetzt die Google-Ads zwischen den Beiträgen auf der Startseite verschwunden und die Sidebars haben die Plätze getauscht. Auch sind die einzelnen Startseitenartikel jetzt besser voneinander getrennt.

Und damit wir auch was lernen ;-)

Und damit wir aus der ganzen Sache auch noch was ganz wichtiges über das Bloggen lernen: Kritik ist gut. Kritik ist nichts, wofür man sich schämen muss. Kritik ist zum Erkennen von Problemen und Lernen gemacht.

In diesem Sinne also noch ein herzliches Dankeschön an den Robert für die Mühe, die er sich da gemacht hat.

Einen spannenden Artikel zum Umgang mit Kritik gibt’s übrigens mal wieder bei René - den sollte man sich wirklich mal antun2,



  1. Ja, genau. Der Robert. Der Blog-Robert. Der Basic-Robert. Welcher auch sonst? []
  2. Also den Artikel. Ob man sich den René antut, muss der René selber entscheiden ;-) []

07. August 2007

Erfolgreiches Bloggen ohne SEO?

Begriffsdefinitionen

Um herauszufinden, ob man erfolgreich Bloggen kann ohne sich um die Suchmaschinenoptimierung seines Blogs zu kümmern, müssen wir zunächst herausfinden, was Erfolg und SEO eigentlich bedeuten - wir wollen schliesslich wissen, über was wir hier sprechen1.

Erfolg

Fangen wir also mit dem Begriff Erfolg an. Erfolgreiches Bloggen kann auf verschiedenste Weisen definiert werden. So äußert sich für den einen Blogger der Erfolg in der Anzahl seiner Leser, für den Anderen in der Höhe seiner Werbeeinnahmen, für den Dritten ist es die Anzahl der geschriebenen Beiträge. In aller Kürze bedeutet das also, Erfolg ist das Erreichen eines selbst definierten Ziels2.

Suchmaschinenoptimierung / SEO

Suchmaschinenoptimierung umfasst praktisch alle Maßnahmen, die dazu geeignet sind die Positionierung der eigenen Inhalte in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen3 zu verbessern. Für den Anfang empfiehlt sich der Leitfaden »Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger« von Johannes Beus.

Warum sollte man ohne SEO bloggen wollen?

Suchmaschinenoptimierung ist in der letzten Zeit immer mehr zu einem Thema geworden, das mit fast schon religiösem Eifer diskutiert wird4.
Man hört immer wieder von »Manipulationen« und der »Verschlechterung der Qualität der Suchergebnisse« - ja, sogar mit SPAM wird Suchmaschinenoptimierung in einen Topf geworfen. Wendet man sich also der »Dunklen Seite der Macht« zu, wenn man versucht, dem eigenen Blog einen kleinen Schub zu geben? Riskiert man vielleicht sogar, komplett aus den Suchergebnissen zu verschwinden und von der Blogosphäre geächtet zu werden?

Auto-SEO mit Starthilfe

Natürlich besteht immer ein Risiko. Natürlich kann immer etwas passieren. Die Chance, dass tatsächlich etwas passiert tendiert allerdings gegen Null, wenn man nachdenkt, bevor man loslegt. Die wichtigste regel lautet hier »Maß halten und mit einem Plan an die Sache herangehen«.
Ein guter Anfang sind die tatsächlich die einfachsten Dinge, die nicht nur zur Suchmaschinenoptimierung taugen, sondern dem Leser der eigenen Inhalte auch noch wichtige Hilfestellungen geben. Das können gut gewählte Titel sein, aber auch sinnvolle Zwischenüberschriften. Auch helfen Hinweise auf ähnliche Artikel dem Leser weitere Interessante Inhalte zu finden und verbessern gleichzeitig die interne Linkstruktur des Blogs.
Wenn man sich also über dermaßen simple Maßnahmen bereits zu Beginn der eigenen Bloggerkarriere Gedanken macht, ist der erste Schritt bereits getan und gegen schlappe 2 Minuten zusätzlichen Aufwand beim Verfassen eines Beitrages kann sicher niemand ernsthaft etwas einzuwenden haben - denn größer wird der Aufwand mit den passenden Wordpress-Plugins sicher nicht5.

Ohne SEO? - Ohne Mich!

Wie Ihr seht, sollte man weder fürchten, wegen SEO von plötzlich als finsterer Geselle gesehen zu werden, noch braucht man vor dem vermeintlich riesigen Aufwand zurückzuschrecken. Ein paar kleine Verbesserungen hier und da bringen Euer Blog schon auf die richtige Spur - und um die Feinheiten kümmern wir uns dann in den nächsten Tagen.



  1. Zu wissen, worüber man spricht ist generell ein gute Idee. Ansonsten haltet es besser mit Dieter Nuhr: »Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten…« ;-) []
  2. Und dieses Ziel legt man am besten fest, bevor man überhaupt mit dem Bloggen beginnt. []
  3. SERPs - Search Engine Result Pages []
  4. siehe auch: Suchmaschinenoptimierung - Teufelswerk? []
  5. Die besten Plugins werde ich in Kürze vorstellen - die Artikel sind schon in der Mache []

Pre-Blogging: Wie fange ich mit dem Bloggen an?

Dies ist er also. Der erste Artikel auf z-blogger.de, der sich tatsächlich mit dem Bloggen beschäftigt. Und was liegt näher, als für den ersten Blogging-Artikel hier, auch gleich das Thema »Wie fange ich mit dem Bloggen an?« zu wählen?

Vorbereitung? Brauch ich nicht!

Viele Blogger scheinen ganz unbedarft ans Bloggen heranzugehen. Einfach irgendwo bei einem kostenlosen Bloghoster mit wenigen Klicks ein Blog eingerichtet - und schon geht’s los. Alles ganz einfach. Denkste!
So einfach ist das nämlich alles nicht - gesetzt den Fall, dass man nicht mit der Intention zu schreiben beginnt, selbst der einzige Leser der Beiträge zu bleiben1.
Will man also für ein Publikum schreiben muss man sich schon automatisch damit auseinandersetzen, wer denn überhaupt das Publikum sein soll. Und diese Frage lässt sich natürlich erst beantworten, wenn man auch weiß worüber man denn schreiben will - was wiederum zu der Frage führt, ob man sich denn auch thematisch festlegen möchte, oder nicht.

Fragen über Fragen…

Hat man sich erst einmal dazu durchgerungen, mit dem Beantworten dieser Fragen zu beginnen, wird man in den meisten Fällen feststellen, dass sich die Fragen häufen und die Antworten immer umfangreicher werden. Es hilft also alles nichts. Ein Plan muss her. Und den erstelle ich persönlich am liebsten mit SAP (Stift auf Papier).
Zuerst kommen die grundlegenden Dinge:

  1. Will ich mich thematisch festlegen?
  2. Wenn ja: welches soll mein Thema sein?
  3. Existiert für mein Thema eine Zielgruppe? Wie groß wird die wohl sein?
  4. Bietet mir das Thema genug Stoff um auch langfristig zu dem Thema zu schreiben?
  5. Habe ich die Ausdauer, regelmäßig zu schreiben, mögliche Kommentare zu beantworten und das Blog zu pflegen?


Gehen wir die Liste mal am Beispiel von z-blogger.de durch. Punkt 1 dieser Liste habe ich bei diesem Blog natürlich mit »Ja« beantwortet. Okay. Ich will ein festes Thema - und zwar das Thema »Meta-Blogging«, also das Bloggen über das Bloggen. Frage 2 ist also auch abgehakt.

Macht das Thema »Meta-Blogging« als Thema Sinn? Das scheint mir doch so ;-) Blogger gibt’s viele und es gibt noch mehr Blogs, die durchaus Potential haben, aber in irgendeiner dunklen Ecke des Internet ein trauriges und einsames Dasein fristen. Punkt 3: abgehakt. Zielgruppe ist klar und auch groß genug.

Jetzt zu Punkt 4. Habe ich genug Material um regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen? Also: Kugelschreiber und Papier geschnappt und mögliche Themen notiert. Hat zwar ein wenig gedauert, aber im Ergebnis bin ich auf über 10 verschiedene Hauptthemenbereiche gekommen, die sich auf über 30 Unterbereiche aufteilen lassen. Wenn ich von den Unterbereichen auf die möglichen Einzelthemen hochrechne, komme ich zu dem Schluss, dass mir die verbleibende Lebenszeit vermutlich nicht ausreicht, um hier alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Super. Optimale Voraussetzungen.

Punkt 5: Bin ich ausdauernd genug? Vermutlich. Bei meinen anderen Blogs klappt es auch - und von der Zeit her, sollte es für einen Blog mehr Platz in meinem Leben geben. Also: Haken dran.

Und noch mehr Fragen…

Nachdem wir jetzt also den ersten Teil der Basics geklärt haben, folgt nun der zweite Teil. Was mache ich, wenn ich mir über die Inhalte im Klaren bin?

  1. Was muss mein Blog können? Welche Blog-Engine nehme ich? Benötige ich für mein Vorhaben evtl. Erweiterungen / Plugins?
  2. Bloghoster oder selber hosten? Welcher Bloghoster? Wo den Webspace buchen?


Hinter Frage 6 steckt viel mehr, als man eigentlich meint. Denn neben den Standardfunktionen (Kommentare, Trackbacks, Kategorisierung, Blogrollverwaltung etc.) wird man im Laufe der Zeit weitere Funktionen sehr zu schätzen lernen. Vielleicht wird man irgendwann Videos der gängigen Videoportale mit möglichst geringem Aufwand einbinden wollen, oder vielleicht Podcasts anbieten wollen. Je nach Thema2 wird man vielleicht eine Funktion zur Integration von Fußnoten haben wollen und und und. In Abhängigkeit davon und bedingt durch die eigenen Fähigkeiten solche Dinge nachzurüsten, wird man sich für ein Blogsystem entscheiden müssen. Im Zweifel hilft es hier immer, ein wenig Zeit für das Googeln einzuplanen. Alternativ bietet es sich an, Blogger, die entsprechende Funktionen / Plugins verwenden, danach zu Fragen. 99% aller Blogger sind meiner Erfahrung nach sehr hilfsbereit und Fragen gegenüber aufgeschlossen3.
Um das Thema abzuhaken, machen wir uns also wieder eine Liste. Diesmal notieren wir alle gewünschten Features und überprüfen, mit welcher Blogengine und welchen Plugins wir dem Ideal am nächsten kommen.

Und weil wir gerade eigentlich schon mittendrin sind, erledigen wir den nächsten Punkt auf unserer Liste auch gleich: Die Frage nach dem Hosting. Für den Fall, dass wir bei der Beantwortung der vorigen Frage feststellen konnten, dass wir eigentlich keine gehobenen Ansprüche an die Konfigurierbarkeit und die Erweiterbarkeit stellen, reicht (wahrscheinlich für den Anfang) erstmal ein Blog, dass sich mit wenigen Klicks bei einem der unzähligen Bloghoster4 für Lau einrichten lässt.

Sollte sich aber oben herauskristallisiert haben, dass wir schon etwas mehr Power brauchen, oder - wie in meinem Fall - der Spieltrieb beim Betreiben eines Weblogs einfach einmal übermächtig werden kann, führt mit Sicherheit kein Weg an eigenem Webspace und einer eigenen Installation der Blogengine vorbei. Wo man seinen Webspace dann letztendlich bucht, hängt in der Hauptsache vom eigenen Geldbeutel und den eigenen Vorlieben ab.

Noch immer nicht fertig? Bloggen ist ne Menge Arbeit, oder?

Die wichtigsten Punkte sind also schonmal geklärt. Jetzt folgen nur noch solche Kleinigkeiten wie »Theme auswählen und anpassen«, »Blogsoftware anpassen«, »Artikel vorschreiben«, »Feeds einrichten«, »Blogroll einrichten« usw.
Auf die meisten dieser Themen werde ich in diesem Artikel nicht mehr ausführlich eingehen (Du hast hier sowieso schon erstaunlich lange durchgehalten…), sondern werde sie aufgrund ihres Umfanges später gesondert behandeln.
Daher hier also nur noch kurze Hinweise zu den einzelnen Punkten:

  1. Falls Dir die Zeit und die Muße fehlen, ein eigenes Theme für dein Blog zu erstellen, verwende einfach ein Theme aus dem unglaublich großen Angebot da draußen. Denke aber immer daran, dass es für den Erfolg Deines Blogs unglaublich wichtig ist, nicht in der Masse unterzugehen. Das lässt sich zwar auch durch eine hohe Beitragsqualität erreichen, aber es erschwert die Sache unnötig.
  2. Passe Deine Blogsoftware so weit an, wie es erforderlich ist. Je nach Theme wirst Du auch dieses an einige deiner favorisierten Plugins anpassen müssen.
  3. Schreibe vor dem Start Deines Blogs schon ein paar Artikel vor. Damit gewöhnst Du Dich ans Schreiben und Dein Blog wirkt nicht so leer und unfertig, wenn die ersten Besucher kommen.
  4. Richte Deine Blogroll ein - einfacher kann man andere Blogger nicht darauf hinweisen, dass man bei ihnen mitliest. Und ein Platz in der Blogroll eines anderen Bloggers hat bisher noch jedem Blogger gefallen ;-)


Endlich geschafft!

Genug gelesen - fürs Erste. Geh Dir jetzt erstmal einen Tee oder Kaffee holen. Und falls Dir danach noch nach mehr Input ist, kannst Du entweder hier noch etwas weiterstöbern oder hier und hier noch mehr interessante Pre-Blogging-Infos tanken.


[update] Da ist mir doch gerade bei blaugh noch der passende Comic über den Weg gerollt…

Think Before You Blog



  1. Das kann einem mit der Zeit echt den Spaß verderben ;-) []
  2. Dieses ist eines davon… []
  3. Vor allem, wenn man höflich ist. Höflich zu sein hilft meistens weiter. Überall. []
  4. Eine Übersicht über einen Haufen verschiedene Anbieter folgt bald. Welcher am besten zu einem passt, findet man noch am besten durch schlichtes Ausprobieren heraus. []

20. Juli 2007

About z-blogger

z-blogger.de beschäftigt sich mit Meta-Blogging. Also dem Bloggen über das Bloggen selbst.

Warum sollte man das tun?

Es gibt da draussen unzählige Blogs. Von vielen dieser Blogs hat nie jemand gehört. Das lässt sich doch ändern - schliesslich will man als Blogger ja auch, dass die eigenen Veröffentlichungen gelesen werden.

Man muss sich also darum kümmern, dass man sein Blog bekannter macht und - wenn es dann bekannter geworden ist - den Lesern auch einen Grund gibt, wiederzukommen. Dazu, wie das funktionieren kann, möchte ich hier ein paar Tipps geben. Natürlich behaupte ich nicht, den ultimativen Weg zum erfolgreichen Bloggen patentiert zu haben, doch Ihr werdet sehen, dass viele, auf den ersten Blick recht simple Tricks, enorme Auswirkungen auf den Erfolg Eures Blogs haben werden.

Wo wir gerade beim Erfolg sind: Erfolg in finanzieller Hinsicht ist ein weiterer wichtiger Punkt, auf den ich hier eingehen werde. Mit der Zeit kann nämlich auch das Bloggen ein ziemlich kostspieliges Hobby werden und dann ist häufig der Punkt erreicht, an dem man mit seinem Blog ein wenig Geld verdienen möchte. Und sei es nur, um die Hosting-Kosten zu decken, oder sich während des Bloggens einen Kaffee mehr zu gönnen.

Mit diesen Zielen kommt schon ein ganz ordentlicher Haufen an Themen zusammen, über die es zu berichten gilt.

Woher der Name »z-blogger«?

»z-blogger« ist eine Anspielung auf die sogenannten A-Blogger, also diejenigen Vertreter der Gattung der Blogsüchtigen, die in der Szene (oder besser: Blogosphäre) außerordentliche Bekanntheit genießen und auch einen dementsprechenden Traffic vorzuweisen haben. Um also vielleicht irgendwann mal ein A-Blogger zu werden, muss man zunächst bei Null anfangen - als Z-Blogger.

Und jetzt los!

Nachdem jetzt also soweit geklärt ist, bleibt mir nur noch, Euch viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren zu wünschen. Denn der Spaß am Bloggen ist die wichtigste Voraussetzung, um damit auch noch erfolgreich zu werden!

Happy Blogging,
Euer z-blogger